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Stellungnahmen

Stellungnahme des Christlichen Gewerkschaftsbundes Deutschlands zum Allgemeinverbindlichkeitsantrag für den bundeseinheitlichen Tarifvertrag zu Regelung der Mindestbedingungen für Arbeitnehmer in der Fleischwirtschaft

Wir als Christlicher Gewerkschaftsbund Deutschlands begrüßen die Einführung eines Bundeseinheitlichen Tarifvertrages für die Fleischwirtschaft. Er setzt doch wünschenswerte Mindestarbeitsbedingungen für Arbeitnehmer der in der letzten Zeit scharf in die Kritik geratenen Fleischwirtschaft fest. Auch die Allgemeinverbindlichkeitserklärung halten wir für wünschenswert.

Unverständlich ist für uns jedoch, wie sich die Gewerkschaft NGG auf solch niedrige Mindestlöhne hat einlassen können. Mit 7,75€ die Stunde zu starten und dies mit Steigerungen über 8,00€ zu 8,60€ und zu 8,75€ als Erfolg zu feiern, halten wir für Augenwischerei.

Die Arbeitnehmer müssen aus unserer Sicht zu lange auf den von DGB Seite so lautstark geforderten Mindestlohn von 8,50€ die Stunde warten, erst im Oktober 2015 erreicht er die 8,60€.

Wir als Christlicher Gewerkschaftsbund Deutschlands fordern dazu auf den Mindestlohn schon zu Beginn auf ein angemessen hohes Niveau zu heben. Weiter fordern wir die Bundesregierung und die vertragschließenden Parteien dazu auf, durch Kontrollen sicherzustellen, dass der dann hoffentlich höher festgelegten Mindestlohn nicht durch Manipulationen in der Zeitabrechnung und –erfassung oder durch eine heimliche Erhöhung der Arbeitszeit zunichte gemacht wird.

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Gedruckt am 22.03.2019 10:53.