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Stellungnahmen

Schnellschüsse taugen nicht in der Bildung!

Um politische Planziele umzusetzen, greifen Landesregierungen immer öfter zu „Schnellmaßnahmen“ in der Bildung.

Um Inklusion wider alle vernünftigen Überlegungen durchzusetzen, müssen sonderpädagogische Inklusionslehrer her. Weil sie auf dem bisherigen Ausbildungsweg über das Lehramt für Sonderschullehrer, das eine qualifizierte Sonderpädagogik sichert, nicht schnell genug bereitgestellt werden können, verzichtet man auf Qualität und setzt auf Schnellschuss durch eine nebenberufliche Kurzausbildung zum allgemeinen „Sonderpädagogen“ – ohne Behinderungsschwerpunkt. Dass die Qualität der Ausbildung auf der Strecke bleiben muss, versteht sich von selbst – zum Nachteil für die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen mit Behinderungen und auch der sogenannten „Sonderpädagogen light“.

Zweiter Schnellschuss im Bereich der U3-Betreuung und in den Kindergärten: Eine qualifizierte Erzieher-Ausbildung erfordert Zeit und Planung, vor allem auch Finanzmittel für die Beschäftigung qualifizierter Erzieherinnen und Erzieher in den Betreuungseinrichtungen, die jetzt mit Macht aus dem Boden gestampft werden. Also wird eine Kurzausbildung für Arbeitslose organisiert, um die U3-Kinder und alle Kita-Kinder „versorgen“ zu können. Ist das die optimale Betreuung und Bildung, die den Eltern für ihre Kinder versprochen wird, wenn sie auf die häusliche Erziehung verzichten?

Der VkdL fordert von den Politikern, von solchen „Schnellschüssen aus der Hüfte“ abzusehen und auf Qualität zu setzen bei der Ausbildung von Lehrern und Erziehern.

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Gedruckt am 17.09.2019 14:43.