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Stellungnahmen

Stellungnahme

Stuttgart, 28.05.2013. Adalbert Ewen, Bundesvorsitzender der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM) und Bundesvorstandsmitglied des Christlichen Gewerkschaftsbund Deutschlands (CGB), nimmt Stellung zum Bericht „Lohndumping bei REWE und real – Wenn die Arbeit sich kaum lohnt“, ausgestrahlt am 27.05.2013 in der Sendung WISO (ZDF):

„Es ist unerträglich, dass die christlichen Gewerkschaften immer wieder mit den Fehlern der Vergangenheit konfrontiert werden. Über den Tarifvertrag zwischen der DHV und ILS wurde schon häufig berichtet, der Bericht beinhaltet insofern keinerlei Neuigkeiten. Die Vorstände von CGM und CGB haben bereits im November bzw. Dezember freiwillige Selbstverpflichtungen beschlossen, zukünftig keinen Tarifvertrag mehr unter 8,50 Euro pro Stunde abzuschließen.

In der Sendung WISO wird ein laufender Tarifvertrag zitiert, der in der Vergangenheit abgeschlossen wurde und der aufgrund der freiwilligen Selbstverpflichtungen heute nicht mehr vereinbart würde. Derzeit laufen zwischen der DHV und ILS Tarifverhandlungen, die aufgrund der freiwilligen Selbstverpflichtung der CGB-Gewerkschaften dazu führen, dass kein Tarifvertrag unter 8,50 Euro Stundenlohn abgeschlossen wird. Es wäre schön, wenn die Medien auch einmal darüber berichten würden. Sie verschweigen es aber konsequent, obwohl auch das ZDF im Presseverteiler der CGM aufgeführt ist und wir mehrfach über die freiwillige Selbstverpflichtung berichtet haben. Da über schlechte Tarifverträge, die andere Gewerkschaften abgeschlossen haben, nicht berichtet wird – obwohl es sie nachweislich gibt – drängt sich die Frage auf, welche politische Motivation hinter dieser Berichterstattung steht: Lassen sich zum wiederholten Male Journalisten vor den politischen Karren derer spannen, die ein großes Interesse daran haben, von eigenen Fehlern abzulenken? Oder will man durch entsprechend lancierte Berichterstattung unbequeme Konkurrenten rechtzeitig vor den Betriebsratswahlen im Frühjahr 2014 aus dem Feld schlagen?

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