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Langzeitarbeitslose und Fachkräftemangel passen nicht zusammen

CGM kritisiert weitere Kürzung der Eingliederungshilfe

Stuttgart, 02.12.2011. Viele Langzeitarbeitslose auf der einen und ein Fachkräftemangel auf der anderen Seite – das passt nach Auffassung der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM) nicht zusammen. Trotz der immer weiter steigenden Zahl von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und dem wachsenden Ruf der Unternehmer nach Fachkräften, profitieren davon kaum Langzeitarbeitslose. „Vor allem ältere Langzeitarbeitslose haben trotz der guten Wirtschaftslage ein Problem, wieder in den Arbeitsmarkt zu finden“, kritisiert der CGM-Bundesvorsitzende Adalbert Ewen.

Verantwortlich dafür sei auch die Bundesregierung, die im Haushalt 2012 erneut erhebliche Kürzungen an der Eingliederungshilfe für Langzeitarbeitslose vorgenommen hat. Weitere 900 Mio. Euro wurden gestrichen, bereits im Haushalt 2011 waren es 1,3 Mrd. Euro. „Diese Reduzierung ist überhaupt nicht nachvollziehbar“, so die Meinung Ewens. „Eine Kürzung der Eingliederungshilfe von 33 Prozent innerhalb von zwei Jahren ist völlig inakzeptabel“.

Der Ansatz von Bundesarbeitsministerin von der Leyen, passgenaue Instrumente und Lösungen für die Aktivierung, Qualifizierung und Weiterbildung für die Betroffenen vor Ort zu entwickeln, sei zwar grundsätzlich richtig, die Streichung der Eingliederungshilfe widerspräche diesem Konzept jedoch gründlich. „Wer durch die Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen gegen den Fachkräftemangel angehen will, muss dafür auch Geld in die Hand nehmen“, fordert der CGMBundesvorsitzende. Vor allem ältere Langzeitarbeitslose profitierten kaum vom Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt. Diese Klientel sei deshalb besonders förderungswürdig, weshalb bestehende Programme wie die „Perspektive 50plus“ unbedingt ausgebaut werden müssten.

„Aber auch die Arbeitgeberseite ist aufgefordert, Langzeitarbeitslosen eine Chance zu geben“, richtet sich Ewen an die Unternehmen in Deutschland. „Viele Langzeitarbeitslose sind hoch motiviert und bei entsprechender Qualifizierung und Einarbeitung richtig gute Fachkräfte“, so Ewen abschließend.

Pressemitteilung Christliche Gewerkschaft Metall

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