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Unseriöser Sendebeitrag von Journalisten der Redaktion Frontal 21 des ZDF

Die gestrige Sendung hat wohl die Erwartungen erfüllt, die man in die Seriosität derselben haben kann.

Die Fakten sind etwas anders. Zunächst einmal ist die Herkunft jener Liste zu erfragen. Auf dieser Liste stehen angeblich 1500 Namen. Mir gegenüber war von 1000 Namen die Rede. Wir haben zu keiner Zeit 1500 Mitglieder "gewonnen". Alleine die Tatsache, dass jemand auf einer Liste steht, begründet keine Mitgliedschaft. Die CGZP haben im Jahr 2004 (!!) einen Tarifvertrag mit der Artos-Gruppe geschlossen. In Gebieten mit hoher Arbeitslosigkeit sollten Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt unvermittelbar sind, für eine begrenzte Zeit mit einer Einstiegs-Entgeltgruppe den Zugang zum Job erhalten. Ab dem Jahr 2006 hat die CGZP die Zusammenarbeit mit Artos beendet.

Wir mussten feststellen, dass über Einzelverträge die Einstiegs-Entgeltgruppe auf andere Beschäftigte übertragen wurde. Wir haben dann gegenüber der zuständigen Aufsichtsbehörde, der Bundesagentur für Arbeit, auf das Ende der Tarifbindung aufmerksam gemacht.

Wenn uns ein Aufnahmeschein erreichte, haben wir nachweislich zunächst ein Bestätigungsschreiben zugesandt. Später dann haben wir ein Schreiben zugesandt, mit welchen ausdrücklich nachgefragt wurde, ob es mit dem Beitritt seine Ordnung hat. Dieses Schreiben wurde F 21 übergeben. Wenn wir es hoch ansetzen, sind 5 Prozent der Aufnahmeanträge in eine Mitgliedschaft eingegangen. Alle anderen wurden erst gar nicht wirksam.

Insofern ist die mysteriöse Liste völliger Blödsinn. Mittlerweile gibt es kein einziges Mitglied mehr bei Artos und auch keinen Tarifvertrag. Alles das wurde F 21 gegenüber nachgewiesen. Wir wurden allerdings damals von Artos massiv bedroht, dass wir es bereuen werden, nicht mehr mit ihnen abzuschließen. In der gestrigen Sendung wurde der Betrugsvorwurf deutlich gegen Artos gerichtet. Was uns betraf, wurde mit "wenn es so wäre" und "man könnte annehmen" gearbeitet. Fakt ist, wir haben weder Beihilfe geleistet, noch jenen Machenschaften Vorschub geleistet. Nunmehr werden wir die Einschaltung eines Anwaltes prüfen und ggf. gegen die Spekulationen vorgehen. Ich habe in einem einstündigen Interview am 28. Februar gegenüber F 21 jeden einzelnen Vorwurf widerlegen können. Wir haben zwei Tage später gegenüber F 21 Unterlagen vorgelegt, welche das Gegenteil bewiesen. Nichts davon ist in die gestrige Sendung eingeflossen. Auch die Mitgliederstatistik, die uns regelmäßig vorliegt, weiß nichts von 1500 Mitgliedern. Wir haben festzustellen, dass es bei Artos nicht mit rechten Dingen zuging. Wir haben weiterhin festzustellen, dass wir uns nichts haben zuschulden kommen lassen.

09.03.2011
Detlef Lutz

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