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Haben Frauen wirklich die Wahl?

VkdL zum Weltfrauentag am 8. März 2012: Alle Frauen sollen zu ihrem Recht kommen!

Essen, 7. März 2012. – Das Frauenbild hat sich gewandelt. Vieles von dem, was Frauenverbände in den vergangenen 100 Jahren eingefordert haben, ist mühsam erreicht worden – Frauen haben sich im Bildungs- und Arbeitsbereich emanzipiert und gehören längst zur festen Größe, mit der Wirtschaft und Politik „rechnen“. Immer wieder ist zu lesen: „Wir brauchen die Frauen auf dem Arbeitsmarkt.“ Die Wohlstandsprognosen europäischer Staaten werden von der Verfügbarkeit weiblicher Fachkräfte abhängig gemacht. Das soll den Frauen schmeicheln, baut jedoch gleichzeitig einen ungeheuren Druck auf: So wichtig die Gleichberechtigung im Beruf auch ist – Frauen haben gar nicht mehr die wertfreie Wahl, sich für Familie oder Erwerbstätigkeit zu entscheiden, weil sie längst „verplant“ sind. Sie müssen beides leisten – wie sie das hinkriegen, das ist ihr Problem.

Der Verein katholischer deutscher Lehrerinnen erinnert am Internationalen Frauentag daran, dass Frauen als Frauen ernst genommen werden müssen – egal, ob es um ihre individuelle Ausbildung geht, um gerechte Bezahlung, um familienfreundliche Betriebe oder um frauengerechte Pflege und Altersabsicherung. „Es kann nicht sein, dass sich Frauen im 21. Jahrhundert nicht wirklich frei für Kinder entscheiden können und sich mit Schimpfwörtern wie ´Herdprämie´ bewerfen lassen müssen, während in TV-Sendungen Männer im Rampenlicht kochen und dafür gut bezahlt werden. In was für einem widersprüchlichen Land leben wir?“, fragt Roswitha Fischer, Bundesvorsitzende des VkdL. Es sei nicht länger hinzunehmen, dass die wertvolle Erziehungs-, Pflege- oder Betreuungsarbeit von der Politik mit „Trostpflästerchen“ bedacht wird, anstatt ordentlich honoriert zu werden. Ohne die Anerkennung aller weiblichen Lebensentwürfe bleibt „Gleichstellung“ eine Worthülse.

Pressemitteilung Verein katholischer deutscher Lehrerinnen e.V. im CGB

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