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Bündnis gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in der Textilreinigung unterzeichnet

Hamburg, den 19. März 2012 - Gemeinsam mit den anderen Sozialpartnern in der Branche Textilreinigung/Textilservice hat DHV – Die Berufsgewerkschaft e.V. ein Bündnis gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung mit der Bundesregierung geschlossen. Das Bündnis dient einer effektiven Bekämpfung von fragwürdigen Beschäftigungsverhältnissen, wie beispielsweise „unechte“ Werkverträge. Die DHV arbeitet nun auch offiziell unmittelbar mit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Zoll eng zusammen.

„Es ist ein Erfolg, dass dieses Bündnis nach zwei Jahren intensiver Verhandlungen zustande gekommen ist,“ so Gunter Smits, Bundesvorsitzender der DHV. „Umso bemerkenswerter ist dieses Bündnis, weil es auf der Gewerkschaftsseite gemeinsam mit der IG-Metall zustande gekommen ist,“ so Smits weiter. Auf Arbeitgeberseite sind die Verbände Intex und Tatex die Sozialpartner.

Das Bündnis wurde stellvertretend für den Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble, MdB von seinem Parlamentarischen Staatssekretär Hartmut Koschyk, MdB, in Berlin unterzeichnet. Es verpflichtet die Sozialpartner und die Finanzkontrolle Schwarzarbeit zu regelmäßigen Konsultationen. Dieser Austausch soll es erleichtern, effektiv gegen die schwarzen Schafe unter den Arbeitgebern vorzugehen.

Aus Sicht der DHV sind diese Bündnisse, die es in fünf weiteren Branchen bereits gibt, durchaus erfolgreich. „Die mitunter heftige Kritik an den Bündnissen ist unberechtigt. Alleine im Jahre 2011 wurden nach Kontrollen Bußgelder in Höhe von 660 Mio. Euro verhängt,“ erklärt Smits. „Das zeigt, dass diese Bündnisse erfolgreich sind. Sie passen in die Strategie der DHV, mit der sie effektiver Scheinselbständigkeit und sogenannte unechte Werkverträge erfolgreich bekämpfen will,“ so Smits abschließend.

Gunter Smits

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