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Kraftfahrergewerkschaft (KFG) fordert Einbindung bei Straßenbaumaßnahmen

Der Bundesvorstand und auch die Landesverbände der Kraftfahrergewerk-schaft (KFG) wollen künftig in die Planungen von Autobahnen, Landstraßen und öffentlichen Parkplätzen eingebunden werden. „Denn immer wieder müssen wir feststellen, dass Einfahrten an den Autobahnen, viele Kreisverkehre und besonders Parkplätze für LKW völlig ungeeignet sind“, stellte der Bundesvorsitzende der Kraftfahrergewerkschaft (KFG) bei einer Sitzung in Steinau an der Straße im hessischen Spessart fest.

Viele Verkehrsplaner wollen noch immer nicht wahrhaben, dass häufig zwischen Theorie und Praxis ein großer Unterschied ist, ergänzte der stellvertretende Bundes-vorsitzende, Franz Xaver Winklhofer. Zu oft hat sich herausgestellt, dass die Planung auf dem Reisbrett in der Natur gar nicht umsetzbar ist. Zur besseren Lenkung der Verkehrsflüsse sind Kreisverkehre ein gutes Mittel, aber nur, wenn sie auch vom Schwerverkehr ohne Gefährdung der anderen Verkehrsteilnehmer befahrbar sind. Es ist leider traurige Realität, dass viele Kreisverkehre umgestaltet oder gar neugebaut werden müssen. Für die Mitglieder des KFG Bundesvorstands ist es nicht nachvollziehbar, dass an Bundes- und Landstraßen Ampelanlagen installiert werden, obwohl kurz danach von den Verkehrsteilnehmern ein starker Anstieg zu bewältigen ist.

Besonders im Winter werden viele LKW und Busse zum Verkehrshindernis, weil sie abbremsen müssen, statt die Eigendynamik und den Schwung ihres Fahrzeugs zu nutzen, um die glatte Straße zu bewältigen. Offensichtlich rechnen die Straßenverkehrsplaner nicht ein, unter welche physikalischen Bedingungen sich der Schwer-lastverkehr am Straßenverkehr beteiligt.

Für die stellvertretenden Bundesvorsitzenden Reinhard Aßmann aus Nordrhein-Westfalen, Wolfgang Schiele aus Rheinland-Pfalz und auch Franz Xaver Winklhofer aus Bayern ist es nicht länger akzeptabel, dass Bus- und LKW-Fahrer wegen Fehlplanungen der Straßenbauer für die anderen Verkehrsteilnehmer als Sündenbock herhalten müssen. Viele Straßen und Kreisverkehre sind nur befahrbar, wenn der Lenker sein Fahrzeug voll beherrscht. Oft soll der Berufsfahrer auch Firmen beliefern, die entweder keine vernünftige Zufahrt haben oder eine zu niedrige Unterführung ein unüberwindbares Hindernis dar-stellt. Schwere und lange LKW können den Kunden oft nicht erreichen, weil die Tragkraft einer Brücke nicht ausreicht oder die Straße zu enge Kurven hat.

Die Verantwortlichen im Bundesvorstand und in den Landesverbänden der Kraftfah-rergewerkschaft (KFG) zeigen sich zwar erfreut, dass beim Neubau von Parkplätzen an den Raststätten der Bundesautobahn immer öfter auch die Forderungen der Be-rufskraftfahrer umgesetzt werden. Willy Schieders wörtlich, „zufrieden sein können wir nur, wenn der Rat aus der KFG künftig bei allen Planungen im Straßenverkehr von den Verantwortlichen in Bund und Land angenommen und umgesetzt wird.“

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Gedruckt am 19.05.2019 12:18.