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CGB-Bundesvorsitzender Matthäus Strebl, MdB: Drei-Tage-Woche für Ältere falsch und schädlich

Als völlig abwegig hat der CGB-Bundesvorsitzende und CSU-Bundestagsabgeordnete Matthäus Strebl Vorschläge der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) bezeichnet, vom kommenden Jahr an kürzere Wochenarbeitszeiten für ältere Beschäftige durchzusetzen. Laut IG BCE-Verhandlungsführer sollen demnach für Beschäftigte ab 60 Jahren Drei- oder Vier-Tage-Wochen eingeführt werden.

Matthäus Strebl, Mitglied des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales: „So ehrenwert das Anliegen ist, die Belastungen für ältere Beschäftigte zu reduzieren, so stellt sich doch die Frage, ob der vorgeschlagene Weg tatsächlich den Interessen älterer Arbeitnehmer dient. Ungeklärt sind zunächst alle Fragen der Lohnfortzahlung und damit eventuell fehlender Sozialversicherungsbeiträge, die zu erheblichen Renteneinbußen führen können. Die Umsetzung wird in vielen Betrieben, vor allem des Mittelstandes, zu Problemen führen: Wie können bzw. müssen Arbeitsabläufe künftig gestaltet werden, wenn wichtige Leistungsträger nur noch an drei oder vier Tagen in Anspruch genommen werden können“.

Schon heute wird über einen Fachkräftemangel geklagt, der sich bei Realisierung der IG BCE-Forderungen noch verschärfen würde. Möglicherweise handelt es sich um einen missglückten Versuch, eine „Rente mit 60“ durch die Hintertür einzuführen.

Im Interesse der älteren Beschäftigten wäre es zielführender, die Bedingungen am Arbeitsplatz derart zu gestalten, dass sie den individuellen Erfordernissen der älteren Beschäftigten entsprechen. Damit wäre Arbeitnehmern wie Arbeitgebern gleichermaßen gedient.

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Gedruckt am 12.11.2019 7:33.