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CGM begrüßt Ramsauers Vorschlag Abbau der kalten Progression dringend notwendig

Die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) freut sich über den Vorschlag von CSU-Mann Peter Ramsauer und anderen Koalitionspolitikern, in dieser Legislaturperiode den Abbau der kalten Progression in Angriff zu nehmen. „Vor zwei Jahren waren wir sehr enttäuscht, dass die damals geplante Steuerreform vom Bundesrat blockiert wurde. Hoffentlich gelingt es jetzt der Großen Koalition, das Vorhaben endlich umzusetzen“, wünscht sich der CGM-Bundesvorsitzende Adalbert Ewen.

Mit dem Abbau der kalten Progression könnten insbesondere kleine und mittlere Einkommen entlastet werden. „Alle reden von Rekord-Gewinnen und enormen Steuermehreinnahmen. Aber für die, die diese Gewinne und Mehreinnahmen maßgeblich erwirtschaftet haben, bleibt oft nichts davon übrig“, so Ewen. Durch die kalte Progression nehme die Steuerlast bei steigendem Einkommen zu, in Kombination mit der Inflation würde real nicht viel oder sogar gar nichts bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ankommen. „Eine Gehaltserhöhung kann noch so hart verdient sein und Gewerkschaften können noch so gute Tarifverträge abschließen: die kalte Progression frisst das meiste davon auf, in einzelnen Fällen kann es sogar zu einem Reallohnverlust kommen“, bemängelt der CGM-Bundesvorsitzende.

Durch die kalte Progression nehme der Bund seit Jahren zunehmend mehr Steuern ein. Jetzt sei es endlich an der Zeit, die bestehenden Ungerechtigkeiten im Steuersystem zu beseitigen und die Steuerzahler zu entlasten. „Leistung muss sich lohnen! Das gilt für den Facharbeiter und den Handwerker genauso wie für den angestellten Akademiker. Mit der Beseitigung der kalten Progression würde die Bundesregierung eine große Gerechtigkeitslücke schließen.“

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Gedruckt am 16.09.2019 14:59.