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Welttag für menschenwürdige Arbeit CGM fordert Bekämpfung von Kinderarbeit und Lohndumping

Am heutigen Welttag für menschenwürdige Arbeit fordert die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) dazu auf, die Ausbeutung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf der ganzen Welt zu bekämpfen. „Jeder kann dazu seinen Teil beitragen: Wer ein billiges Produkt kauft muss damit rechnen, dass es von schlecht bezahlten Arbeitnehmern oder sogar von Kindern hergestellt wurde“, stellt der CGM-Bundesvorsitzende Adalbert Ewen fest.

Schlechte Entlohnung ginge außerdem sehr oft mit noch schlechteren Arbeitsbedingungen einher, weshalb dringend internationale Standards verbindlich eingeführt werden müssten. „Es darf einfach nicht sein, dass zuerst Menschen ihr Leben lassen müssen und sich erst dann etwas in der Welt bewegt“, spielt Ewen auf die verheerenden Brände in Textilfabriken im November 2012 und im April dieses Jahres in Bangladesch an. „Wir fordern deshalb, dass Kinder grundsätzlich gar nicht und erwachsene Arbeitnehmer nur unter menschenwürdigen Bedingungen arbeiten dürfen“. Auch in Deutschland gäbe es einige Baustellen im Bereich der Arbeitsmarktpolitik, die unbedingt geschlossen gehörten. So müsse dringend etwas gegen den Missbrauch von Werkverträgen unternommen, ein gesetzlicher Mindestlohn – ausgehandelt von einer Kommission bestehend aus Vertretern der Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften – eingeführt und die Work-Life-Balance verbessert werden.

„Zwei Grundsätze müssen dabei beachtet werden: Beschäftigte müssen so viel verdienen, dass sie von ihrem Gehalt leben und sich einen ausreichenden Rentenanspruch erwerben können. Und sie müssen physisch und psychisch gesund bis zur Rente kommen“, so Ewen abschließend.

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Gedruckt am 13.11.2019 18:03.