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Gegen den Missbrauch von Werkverträgen CGM fordert Konzept von der Bundesregierung

Die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) fordert die Bundesregierung auf, so schnell wie möglich ein Konzept gegen den Missbrauch von Werkverträgen zu erarbeiten. „Auf dem Arbeitsmarkt schießen seit einiger Zeit Werkverträge wie Pilze aus dem Boden. Dadurch werden Stammarbeitsplätze vernichtet und Lohndumping breitet sich aus“, konstatiert der CGM-Bundesvorsitzende Adalbert Ewen.

Das Werkvertragswesen, das es schon seit Bestehen des Bürgerlichen Gesetzbuches gibt, würde zunehmend in Bereichen angewandt, in denen es nichts zu suchen habe. „Hier wird eine traditionsreiche Vertragsart zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer missbraucht. Das ist inakzeptabel“, prangert Ewen die derzeitige Situation an.

Die CGM spricht sich dafür aus, die Anwendung von Werkverträgen stärker zu kontrollieren: „Wenn man genau hinschaut, handelt es sich in vielen Fällen lediglich um Scheinwerkverträge. Zumindest die könnten verhindert werden, indem in den Betrieben mehr und besser kontrolliert wird – auch unangemeldet“. Außerdem fordert die CGM, das Mitbestimmungsrecht auf Werkverträge auszuweiten, denn „zumindest dort, wo Stammarbeitsplätze ersetzt werden sollen, gehen Werkverträge auch den Betriebsrat etwas an“. Die CGM spricht sich zudem dafür aus, dass die Vergabe von Werkverträgen nicht mit Zeitarbeit kombiniert werden kann: „Dadurch entsteht Intransparenz zu Lasten der Beschäftigten. Keiner blickt mehr durch und dem Missbrauch ist Tür und Tor geöffnet“, so Ewen. Werkvertragsunternehmen sollten deshalb nicht auch noch zusätzlich eine Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung erhalten.

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Gedruckt am 18.06.2019 23:45.