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Bildung im Ausverkauf - Lateinkenntnisse nicht mehr gefragt?

Essen, 8. April 2013. – In Zukunft sollen von Lehramtsstudenten in Nordrhein-Westfalen keine Lateinkenntnisse mehr gefordert werden, auch nicht für das Lehramt von Fremdsprachen, Deutsch und Geschichte!

Kenntnisse im Lateinischen sind aber mehr als nur das Beherrschen einer alten Sprache. Latein ist ein wesentlicher Hilfsschlüssel für den Erwerb moderner Fremdsprachen, aber diesen Schlüssel brauchen Lehrer und
Lehrerinnen wohl nicht. Spracherwerb ist immer verknüpft mit Kenntniserwerb über die jeweilige Kultur und damit mit der Möglichkeit, auch das Denken fremder Kulturen zu verstehen. Nun basiert die europäische Kultur im Wesentlichen auf der römischen und ist im Letzten auch nur auf diesem Hintergrund zu verstehen. Aber dieses Wissen und Verstehen brauchen Lehrer wohl nicht.

Mit dem Erlernen von Latein erwirbt man wesentliche Kompetenzen: ein strukturiertes und analytisches Denken, das den tieferen Umgang mit Texten aller Art ermöglicht. Aber auch das brauchen Lehrer und Lehrerinnen wohl nicht.

Wenn wir unsere Anforderungen im Bildungsbereich kontinuierlich so herunterfahren, kann bald jeder, der einigermaßen lesen, schreiben, rechnen und eine Computertastatur bedienen kann, unsere Kinder unterrichten und auf eine immer komplexere Welt vorbereiten.

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