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CGM fordert soziale Komponente

Große Tarifkommission formuliert Tarifforderungen

Stuttgart, 07.03.2013. Die Große Tarifkommission der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM) spricht sich dafür aus, in der anstehenden Tarifrunde eine soziale Komponente bei den Entgelterhöhungen einzubauen. „Die steigenden Lebenshaltungskosten, vor allem bei den Mieten und Energiekosten, belasten die unteren Einkommen überproportional. Deshalb setzen wir uns in dieser Tarifrunde für eine Entgelterhöhung mit einer sozialen Komponente ein“, formuliert der CGM-Bundesvorsitzende Adalbert Ewen die Forderung der Großen Tarifkommission der CGM.

In der Metall- und Elektroindustrie unterstütze man die IG Metall bei ihrer Tarifforderung in Höhe von 5,5 Prozent, da diese dort die Tarifverhandlungen führt und die CGM lediglich Ergänzungstarifverträge abschließt. „Wenn es die Tarifverhandlungen erfordern, nehmen auch wir selbstverständlich wieder an den Warnstreiks teil“, ergänzt Ewen. In der IT-Branche sowie im Metall-, Elektro- und Kfz-Handwerk ist die CGM oft Tarifführer und handelt originäre Flächentarifverträge aus. Dort wolle man ebenfalls etwa 5,5 Prozent mehr Lohn verbunden mit einer sozialen Komponente fordern, jedoch müsse man die Unterschiede in einzelnen Branchen und Regionen bei den jeweiligen Forderungen in den Ländern berücksichtigen. „Im Handwerk gibt es große Unterschiede in der Entwicklung der letzten Jahre: Es gibt Branchen und Regionen, in denen läuft es richtig gut, es gibt aber auch welche, in denen viele Betriebe ums Überleben kämpfen“, stellt Ewen fest. Deshalb seien unterschiedliche Forderungen notwendig und man mache die Forderungen darum nicht an einer fixen Zahl fest. Entscheidend sei, sich für Einkommensgerechtigkeit einzusetzen, weshalb man in dieser Tarifrunde auch eine soziale Komponente berücksichtigt haben möchte.

„Sowohl in der Industrie als auch im Handwerk nehmen durch die Leistungsverdichtung Stress und gesundheitliche Probleme zu. Deshalb wollen wir auch weiterhin Work-Life-Balance- Maßnahmen in die Betriebe implementieren“, so der CGM-Bundesvorsitzende. Außerdem werde man sich für die betriebliche Weiterbildung stark machen, damit ältere Arbeitnehmer in der Produktion und im Handwerk auf körperlich weniger belastenden Arbeitsplätzen eingesetzt werden können. „Gesund bis zu Rente“ lautet das Motto der CGM, mit dem man sich in die Gespräche mit den Arbeitgebern begeben wolle.

Die CGM möchte außerdem für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die tarifliche Möglichkeit schaffen, Lebensarbeitszeitkonten einzurichten, um für spezielle Lebenssituationen eine Auszeit zu nehmen oder früher in den Ruhestand gehen zu können. „Wir wollen in den anstehenden Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern nicht nur über einen bessere Bezahlung verhandeln, sondern auch über viele Rahmenbedingungen, die die Arbeit angenehm gestalten, damit möglichst viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer „gesund bis zur Rente“ kommen“.

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