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Dammbruch: Gentests bedeuten Selektion! Verein katholischer deutscher Lehrerinnen kritisiert Kabinettbeschluss zur PID scharf

Essen, 15. November 2012. – Was Kritiker der Präimplantations- diagnostik befürchtet haben, ist nun eingetreten: 

Das Bundeskabinett hat gestern die Verordnung verabschiedet, nach der Embryonen in Ausnahmefällen auf Gendefekte hin untersucht und im Fall eines Verdachts auf Tot- oder Fehlgeburt oder bei Verdacht auf Erbkrankheit vernichtet werden dürfen. Damit wird der Wunsch von Paaren, ein gesundes Kind zur Welt zu bringen, über das Grundrecht auf Leben des Ungeborenen gestellt. 

Der Verein katholischer deutscher Lehrerinnen e.V. verurteilt die Entscheidung des Kabinetts als unverantwortlichen Dammbruch gegen den Lebensschutz: „Der Beschluss setzt künftig Eltern massiv unter Druck, nur dem sogenannten ´lebenswerten´ Leben eine Chance zu geben, um die Gemeinschaft nicht zu belasten. Diese Selektion betrachtet Menschsein nur unter dem Gesichtspunkt der Nützlichkeit“, sagt Bundesvorsitzende Roswitha Fischer. Es sei bedauerlich, so der VkdL, dass der neoliberale Trend in der FDP sich gegen die Bedenken zahlreicher Bundestagsabgeordneter durchgesetzt hat.

Der VkdL appelliert an die Parlamentarier, der Rechtsverordnung nicht zuzustimmen, sondern sich für den unbedingten Schutz menschlichen Lebens zu entscheiden. Sowohl die PID als auch die Reproduktionsmedizin repräsentieren ein Machbarkeitsdenken, bei dem der Mensch über Leben und Tod anderer entscheidet – und sich damit über das bedingungslose Grundrecht auf Leben hinwegsetzt!

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Gedruckt am 23.10.2019 19:45.