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SCHARFE KRITIK VON UNIONSGEWERKSCHAFTERN AN CDU-WIRTSCHAFTSRAT - WAHLPROGRAMM UND KOALTIONSVERTRAG AUCH FÜR CDU-WIRTSCHAFTSLOBBY BINDEND

Die Forderung von Wirtschaftsrat-Generalsekretär Wolfgang Steiger nach Anhebung des Renteneintrittsalters auf 69 hat bei der CDA/CGB-Bundesarbeitsgemeinschaft Unverständnis und Verärgerung ausgelöst. Peter Rudolph, Bundesvorsitzender der gewerkschaftlichen Arbeitsgemeinschaft: „Wer die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren als wirtschaftlich verheerend und sozial ungerecht tituliert und sich dann noch zur Forderung nach Anhebung des Renteneintrittsalters auf 69 Jahre versteigt, hat jeglichen Bezug zur Realität des Arbeitslebens verloren und ist in der Union fehl am Platz.

Herrn Steiger ist wohl entgangen, dass die meisten Arbeitnehmer am Ende ihres Erwerbslebens bereits so ausgepowert sind, dass schon das derzeitige Renteneintrittsalter für sie eine unerreichbare Zielgröße darstellt: 2012 lag das durchschnittliche Renteneintrittsalter bei Frauen bei 61 und bei Männern bei 61,2 Jahren. Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Möglichkeit der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren ist deshalb sinnvoll und auch von der Union mehrheitlich gewollt. Jahrzehntelange Erwerbsarbeit und Beitragszahlung muss gewürdigt werden !“

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Gedruckt am 16.06.2019 12:43.