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Gewerkschaft GöD kritisiert Diskussion um Anstieg der Stellen im öffentlichen Dienst im Saarland. GöD - Regionalgeschäftsführer Nico Caló: “Die Realität ist eine andere und vor Ort fehlen Stellen im öffentlichen Dienst“

Die Gewerkschaft GöD (Gewerkschaft öffentlicher Dienst und Dienstleistungen) im Saarland; sieht in der Diskussion um den Anstieg von Stellen im öffentlichen Dienst im Saarland eine Debatte um mehr Personalabbau. Die Gewerkschaft GöD wird sich mit den Interessenvertretungen vor Ort auf Landes- und Kommunalebene mit allen rechtlichen und politischen Mitteln gegen mehr Personalabbau wehren.

Die Gewerkschaft GöD (Gewerkschaft öffentlicher Dienst und Dienstleistungen) hält angesichts der realen Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst vor Ort die Diskussion um den Anstieg von Stellen im öffentlichen Dienst im Saarland, für eine Debatte zu mehr Personalabbau. Die Zahlen mögen ja stimmen, aber diese sagen nichts aus über die enorme Arbeitsbelastung der Beschäftigten vor Ort, so der Regionalgeschäftsführer der GöD Nico Caló und nennt Beispiele: “In der Justizvollzugsanstalt Ottweiler wird laufend gegen die Arbeitszeitverordnung verstoßen, weil dort Personal fehlt und die Kolleginnen und Kollegen einen unzumutbaren Schichtdienst abarbeiten müssen. In der zentralen Ausländerbehörde herrscht chronische Unterbesetzung. Im Jugend- und Sozialamt sowie Jobcenter sind durch die gestiegenen Notlagen die Fallzahlen angestiegen, sodass die Beschäftigten einem enormen Arbeitsdruck ausgesetzt sind.“

Die Gewerkschaft GöD will eine stärkere Diskussion zur Arbeitsverdichtung führen und hat dies auch schon in den Spitzengesprächen mit der Landesregierung zum öffentlichen Dienst auf die Tagesordnung gebracht. „Wir bleiben am Thema Arbeitsverdichtung im öffentlichen Dienst dran und werden dies zum zentralen Gegenstand der Gespräche auf Landes- und Kommunalebene machen. Wir werden aber auch nicht tatenlos zu sehen, wie Beschäftigte durch Arbeitsverdichtung krank werden“, so Caló und führt abschließend hinzu:“ Qualitativer, leistungsstarker und professioneller Öffentlicher Dienst für die Bürgerinnen und Bürger sowie der Wirtschaft im Saarland gibt es nicht zum Nulltarif.“

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Gedruckt am 16.09.2019 14:21.