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Erster Demografiegipfel der Bundesregierung

Auf Einladung von Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich hat der GÖD-Bundesvorsitzende Raymund Kandler in seiner Eigenschaft als Stellvertretender CGB-Bundesvorsitzender am 4. Oktober 2012 am Demografiegipfel der Bundesregierung teilgenommen.

Mit diesem Gipfel wurde der Auftakt zur Erarbeitung von konkreten Vorschlägen zu einzelnen Handlungsfeldern zu den im Herbst 2012 veröffentlichten Demografiebericht und der hierzu erarbeiteten Demografiestrategie der Bundesregierung vom April 2012 aufgezeigten Problemstellungen gesetzt. Hierzu sollen bis zum Frühjahr 2013 in neun Arbeitsgruppen konkrete Ergebnisse zum Umgang mit dem demografischen Wandel und dessen Herausforderungen erzielt werden.

Mit dem Austausch zwischen Praxis und Politik unter Einbindung von hochrangigen Vertretern aller staatlichen Ebenen mit Unternehmern, Gewerkschafts- und Verbandsvertretern, Kirchen und Vereinen soll der Austausch über Formen des Umgangs mit dem demografischen Wandel gefördert werden und dabei die in Wirtschaft und Zivilgesellschaft vorhandenen Erfahrungen in die Arbeit der Bundesregierung einbezogen werden.

Die dauerhaft niedrigen Geburtenzahlen bringen es mit sich, dass sich unsere Bevölkerung in Größe und Zusammensetzung stark verändert. Dabei lautet die beste Nachricht: Die Menschen leben deutlich länger als alle bisherigen Generationen; diese gewonnenen Jahre gilt es für sich und die Gesellschaft zu nutzen. Natürlich bringt der demografische Wandel aber auch Herausforderungen mit sich. Friedrich betonte daher, dass "wir heute entscheidende Weichen neu stellen müssen, damit Deutschland zukunftsfähig bleibt."

In Podiumsgesprächen und anschließender Publikumsdiskussion wurden in drei Blöcken folgende Themen vorgestellt: Arbeitswelt zukunftsfest gestalten – Wachstum, Innovationsfähigkeit und Wohlstand sichern Gemeinschaften stärken – Zeit für Familien, Selbstbestimmtes Leben im Alter; Allianz für Menschen mit Demenz Regionen stärken und Verwaltung zukunftsfest machen.

Nach einer Überleitung durch Bundesminister Friedrich wurde das Thema durch die Bundeskanzlerin Angelika Merkel in ihrer Rede abgerundet.

Zuvor hatte Raymund Kandler an der dem Gipfel vorgeschalteten Sitzung der Arbeitsgruppe F (Der öffentliche Dienst als attraktiver und moderner Arbeitgeber) unter dem Vorsitz von Innenminister Dr. Friedrich teilgenommen. Hier geht es darum, die Attraktivität des öffentlichen Dienstes zu stärken um dessen Leistungsfähigkeit zu erhalten. Zu diesem Zweck wurde in der Arbeitsgruppe bereits ein Eckpunktepapier mit thematischen Leitsätzen erarbeitet. Hier wurde die Notwendigkeit zum rechtzeitigen Wissensnachschub mit qualifizierten Fach- und Nachwuchskräften und individuelle und lebensphasengerechte Förderung der Be-schäftigten während der gesamten beruflichen Laufbahn als wesentlicher Faktor angesehen. Ebenso die Schaffung von familienfreundlicheren Arbeits- und Lebensbedingungen um die Erwerbspo-tenziale insbesondere von Frauen zu steigern oder zu binden und es erwerbstätigen Männern und Frauen gleichermaßen zu ermögli-chen, familiäre Aufgaben - wie Kindererzie-hung oder Pflege von Angehörigen wahrzunehmen.

Raymund Kandler hat in seinem Statement bekräftigt, dass es der Christliche Gewerkschaftsbund Deutschlands begrüßt, dass die Bundesregierung und das Bundesinnenministerium diese Problematik aufgegriffen hat. Im öf-fentlichen Dienst wandeln sich die bisher von Personalabbau geprägten Problemstellungen und deren Bewältigung zunehmend zur Lösung von durch mangelnde Fach- und Nachwuchskräfte und Abwanderung von Beschäftigten verursachten Problemen und es müssen rechtzeitig Lösungswege gefunden werden, um die Qualität und Leistungsfähigkeit des Öffentli-chen Dienstes auch in Zukunft zu erhalten.

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Gedruckt am 17.11.2019 18:32.