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Stellungnahmen

Der CGB dankt den Bergleuten und dem Bergbau

Am Ende des Jahres 2018 geht ein Stück Industriegeschichte zu Ende. Aus politischen Gründen werden die letzten 2 Steinkohlezechen schließen. Damit geht ein wichtiges Stück Industriegeschichte zu Ende. Der Kohlebergbau war der Grundstein der Industrialisierung und des Erfolges der deutschen Wirtschaft.

Untertagearbeit und Kohleabbau ist wohl einer der schwersten und gefährlichsten Berufe. Bergleute riskieren täglich ihr Leben, was viele Grubenunglücke und Verschüttungen uns immer wieder deutlich machen. Die Menschen unter Tage waren und sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Sie müssen sich stets aufeinander verlassen.

Der Bergbau hat Menschen und Regionen in Deutschland geprägt, besonders das Ruhrgebiet. Bergbau war immer Grund für Arbeitsmigration von Menschen - zunächst aus Schlesien, Polen und später besonders aus der Türkei. Die Menschen in den Kohleregionen sorgten stets mit viel Verständnis, Geduld und Toleranz für Integration.

Mit dem Beginn des Bergbaus kamen aber auch erste große soziale Verwerfungen und Ungerechtigkeiten auf. Die Bergmänner waren deshalb mit die ersten, die unabhängige Gewerkschaften gründeten. So wurden von ihnen auch christliche Bergarbeitergewerkschaften gegründet, die für die Arbeiterrechte und solidarisches Handeln eintraten. Diese christlichen Gewerkschaften waren die ersten Ökumenischen Bewegungen.

Wir danken den Menschen im Bergbau für ihren großen Mut und ihre Leistungen. Wir im CGB werden unsere gewerkschaftliche Arbeit in ihrem solidarischen Geiste fortführen.

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Gedruckt am 16.12.2018 13:16.