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CGM zu Aktienrente: Bitte keine privaten Geschichten!

Eine Aktienrente macht aus Sicht des CGM-Bundesvorsitzenden Reiner Jahns nur in staatlicher Verwaltung Sinn, denn private Anbieter verursachen hohe laufende Kosten. Als weiteres Standbein im staatlichen Altersvorsorge-Mix begrüßt der Bundesvorsitzende der CGM die Aktienrente. Bietet sie doch Chancen für die betriebliche Altersvorsorge in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Schulden für die Aktienrente aufzunehmen, hält der Gewerkschaftsvorsitzende für sinnvoll und unumgänglich. Wobei die geplanten zehn Milliarden nur ein Anfang sein können. 

Zehn Milliarden Euro Schulden will die Ampel für ihre Pläne zur Aktienrente aufwenden. CGM-Bundesvorsitzender, Reiner Jahns, befürchtet, dass dieser Tropfen auf den heißen Stein bei privaten Rentenversicherern verdunstet. „Bloß keine Geschichte mit privaten Versicherungen, wie bei Riester. Davon halte ich gar nichts!“ meint der Bundesvorsitzende der Christlichen Gewerkschaft Metall, Reiner Jahns, im Hinblick auf die Pläne der Bundesregierung zur Aktienrente. 

Aus Sicht des Gewerkschaftsvorsitzende macht eine Aktienrente nur in staatlicher Verwaltung Sinn. Dass dies geht, zeige der schwedische Staatsfonds AP7. „Die wichtigste Frage bei einer Aktienrente sind die laufenden Gebühren. Private, gewinnorientierte Rentenversicherer sind daher keine Option.“ urteilt Jahns. 

Staatlicher Altersvorsorge-Mix

Die Aktienrente als weiteres Standbein staatlich organisierter Altersvorsorge bewertet der CGM-Bundesvorsitzende positiv. Seiner Ansicht nach wäre hier ein Opt-out-Modell – wie von der Mehrheit der Wirtschaftsweisen vorgeschlagen – der beste Weg. Ähnlich, wie bei den Rentenpunkten sollte es dabei die Möglichkeit geben privat aufzustocken. Für Menschen mit niedrigen Einkommen würde er außerdem eine staatliche Förderung der Einzahlungen begrüßen. 

Chancen für betriebliche Altersvorsorge

Interessant wäre es nach Meinung des CGM-Bundesvorsitzenden, wenn der staatliche Fonds mit betrieblicher Altersvorsorge kombiniert werden kann. So könnte kleinen und mittelständische Betriebe endlich die große Lücke in der betrieblichen Altersvorsorge gegenüber Großkonzernen und dem öffentlichen Dienst schließen. „Gerade im Handwerk kann ich mir hierzu sehr gut eine tarifliche Regelung vorstellen.“, meinte der Bundesvorsitzenden. 

Sinnvolle Schulden für Aktienrente

Dass die Ampel in Berlin zehn Milliarden Euro Schulden aufnehmen möchte, bewertet der CGM-Bundesvorsitzende als richtigen Schritt. „Schulden machen schmerzt immer, besonders bei den derzeitigen Zinsen. Aber das ist nun einmal ein notwendiger Schritt.“, urteilt er. Der Staat müsse schon jetzt die klassische, umlagefinanzierte Rente massiv bezuschussen. Anstatt immer wieder sich leerende Kassen aufzufüllen, solle der Staat lieber in ausreichender Höhe für einen dauerhaften Kapitalstock sorgen. 

Die zehn Milliarden können nach Jahns Meinung aber nur ein Anfang sein. „Klar ist, auch in staatlicher Verwaltung kommt man bei der Aktienrente mit zehn Milliarden nicht weit.“

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Gedruckt am 28.02.2024 11:19.