CGB > Aktuell > Stellungnahmen > Leser

Stellungnahmen

GTL: Pinkeln wird teurer: Wenn es nicht so Ernst wäre, könnte man echt darüber lachen!

Eine Kolumne von Ralf Vüllings, Vorsitzender der GTL: Du wirst vom Wecker geweckt in der Koje auf dem Parkplatz. Brrr, nützt nichts, Aufstehen ist angesagt. Dann schmeißt du deine Kaffeemaschine an, schnappst dir dein Handtuch, die Kulturtasche und machst dich auf den Weg zur Raststätte, denn Zähneputzen, Duschen und WC sind das Muss der Stunde. Aber halt! Auch Geld mitgenommen?

70 Cent für die WC Nutzung sowie fürs Duschen und Zähneputzen je nach Raststätten 4 – 5 Euro. Und ab Mitte November dann für die WC Nutzung und das Pinkeln statt 70 Cent einen ganzen Euro Eintritt!

Am Abend wird es dann erst richtig sichtbar, wie „luxuriös“ unser Arbeitsleben in der Realität ist. Mit der Ameise an vier Stellen Be- und Entladen bei warmen Bedingungen und so duften wir halt sehr „laut“! Hygiene ist angesagt und unumgänglich, wir sind doch – schon vergessen? – die Corona Helden der Straße.

Also Duschen! Und schon geht’s wieder an unser schwer erarbeitetes Geld! Dusche so um die 4,50 € ist die Normalität. Wer im Nahverkehr unterwegs ist, hat das Glück, dortige Sanitäranlagen in Anspruch nehmen zu können, die Fahrer im Fernverkehr allerdings nicht.

Wenn wir die Ausgaben des Morgens und Abends zusammenrechnen, bleibt für Essen und Kaffee in der Raststätte nichts mehr übrig! Alles weg! Da heißt es zwischendurch als Sparmaßnahme also Baum oder sonstige Gelegenheiten. Dass die Fahrer aus den östlichen Ländern mit deren Löhnen die zweite Variante wählen, ist überall sicht- und auch riechbar. Das soll aber nicht heißen, dass westliche Kollegen dieses nicht auch tun.

Wir haben daher schon vor einiger Zeit von der Politik verlangt, die Spesensätze der Realität anzupassen und zu verdoppeln!

Wie lange will man in der Politik noch warten? Dass die Betreiber der Autohöfe & Co. für die Bereitstellung der WC-Anlagen und deren Sauberkeit auch finanziell entschädigt werden müssen, bemängeln wir nicht, aber es muss im Rahmen der Zumutbarkeit für alle bleiben.

Zurück

CGB > Aktuell > Stellungnahmen > Leser

Gedruckt am 02.12.2022 11:05.