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GÖD: Tarifabschluss in der Sicherheitswirtschaft Sachsen

Die Gewerkschaft GÖD und die Landesgruppe Sachsen des Arbeitgeberverbandes BDSW einigten sich auf Lohnsteigerungen für Beschäftigte und Auszubildende ab dem 1. Januar 2020. Darüber hinaus wird auch der Urlaub für langjährig Beschäftigte angehoben. Für die einzelnen Lohngruppen wird es bei einer Laufzeit von drei Jahren Stei-gerungen zwischen 7,19 und 25,5 Prozent geben.

Ab Januar 2020 erhöht sich beispielsweise der Lohn für Sicherheitsmitarbei-ter/innen in der untersten Lohngruppe um 5 % auf 10,50 Euro je Stunde. Bis Januar 2022 steigt der Stundenlohn auf 11,15 Euro an. Dies bedeutet für die Laufzeit eine Erhöhung von 11,5 %. Für Sicherheitskräfte im Einzelhandel, Shopguards sowie Mitarbeiter/innen im mobilen Streifendienst und Fahrgast-kontrolleure im ÖPV wurde eine neue Entgeltgruppe mit einem um 19 % erhöhten Stundenlohn von 11,90 Euro eingeführt, der bis 2022 auf 12,55 € steigt. Dies bedeutet für diesen Bereich eine Erhöhung von um insgesamt 25,5 %. Bei den Zuschlägen konnte erreicht werden, dass bei Mehrarbeit für jede über der 228. Stunde geleisteten Arbeit ein Mehrarbeitszuschlag gezahlt werden muss.

„Erklärtes Ziel war, die Nachtzuschläge anzuheben. Mit der Verdoppelung von 5 auf 10 Prozent ab 2021 konnten wir ein Etappenziel erreichen, welches sich sehen lassen kann“, erklärt der für Sachsen zuständige Tarifbeauftragte Manfred Loitsch.

Langjährig Beschäftigte bekommen nach 10 und nach 15 Jahren im Unter-nehmen jeweils 2 Urlaubstage mehr. Auch die Leistung von Wach- und Schichtführern wird künftig mit mehr Geld gewürdigt. Die Zulagen für Waffenträger sind im Tarifvertrag klarer geregelt, so dass die entsprechenden Ansprüche auch zur Auszahlung kommen können.

Auch die Auszubildenden partizipieren von dem Tarifabschluss mit einer Erhöhung von 19,25 bis 25 % über die gesamte Laufzeit. Pro Ausbildungsjahr bekommen sie jeweils zum 1. Januar eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 50,- Euro.

„Für die GÖD war es wichtig, zum einen die untersten Einkommen auf ein vernünftiges Maß zu bekommen, ohne Arbeitsplätze zu gefährden sowie bei Mehrarbeits- und Nachtzuschlag Verbesserungen zu erreichen“, so der Bundesvor-sitzende und Verhandlungsführer der GÖD, Raymund Kandler. „Das ist uns mit diesem Abschluss eindrucksvoll gelungen“, so Kandler abschließend.

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Gedruckt am 23.11.2019 2:18.