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CGB Bundesvorsitzender und MdB Matthäus Strebl „Der Mindestlohn ist ein Erfolg! “

In seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag lobte der Dingolfinger Matthäus Strebl die Einführung des Mindestlohns. Dieser hat seit seiner Einführung vier Millionen Arbeitnehmern höhere Löhne beschert. Zusätzlich wurden viele geringfügige Beschäftigungsverhältnisse in sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten umgewandelt.

Vor der Einführung hätten viele vor der Gefahr des Abbaus von Arbeitsplätzen und des Bürokratieaufwands gewarnt. Beides hätte sich jedoch nicht bewahrheitet. Besonders im Einzelhandel und in der Gastronomie profitieren viele Menschen durch den gesetzlichen Mindestverdienst. Dies bestätigen auch aktuelle Zahlen: Gerade in der Gastronomie stieg die Zahl der Vollbeschäftigten um 1,5 %, die der Teilzeitbeschäftigten sogar um 1,8%. Matthäus Strebl erklärte, er habe sich seit Jahren für eine Lohnuntergrenze stark gemacht und deshalb die Einführung des Mindestlohns sehr begrüßt. Der Mindestlohn bringt in erster Linie Gerechtigkeit für Arbeitnehmer. Besonders Frauen, die häufig imNiedriglohnsektor arbeiten, profitieren davon. Sie machen einen Anteil von 61,7% an den vom Mindestlohngesetz geschützten gering bezahlten Tätigkeiten aus. Der Bundestagsabgeordnete erklärte, dass entgegen der ersten Vermutung der Mindestlohn nicht nur für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vorteilhaft wäre.

Er ermöglicht auch mehr Gerechtigkeit für Unternehmen. Es werden Wettbewerbsverzerrungen und Lohndumping erschwert. Benachteiligt wurden zuvor ausgerechnet die Unternehmen, die ihren Beschäftigten angemessene Löhne gezahlt haben. Strebl erklärte in seiner Rede, dass zur Wahrheit aber auch gehört, dass die gute Konjunktur und der positive Arbeitsmarkt für den Mindestlohn hilfreich sind. Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist so gut wie lange nicht mehr. Nach Prognosen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages wird die Zahl der Beschäftigten in Deutschland in diesem Jahr zum elften Mal in Folge steigen. Allein im April dieses Jahres gab es rund 43 Millionen Erwerbstätige. Auch die deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin in einer ziemlich robusten Verfassung.

Das ist vor allem bedingt durch höhere Investitionen und Konsumausgaben. Natürlich sind die meisten Arbeitgeber bereit, ihr gutes und qualifiziertes Personal angemessen zu entlohnen. Gleichwohl muss der Mindestlohn im Einklang mit der Wettbewerbsfähigkeit stehen. Matthäus Strebl beendete seine Redemit demHinweis, dass die Mindestlohnkommission Ende Juni die Mindestlohnanpassung für 2017 festlegen wird.

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Gedruckt am 27.11.2020 21:47.