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Kraftfahrergewerkschaft (KFG) fordert Bremsassistenten in allen LKW Manipulationen durch Chefs oder Fahrer müssen streng bestraft werden

Nach zwei tödlichen LKW-Unfällen in der letzten Woche auf der A6 im Bereich Nürnberg, wo eine Mutter (27) auf dem Beifahrersitz sowie ihre drei kleinen Kindern auf dem Rücksitz getötet und der PKW regelrecht zermalmt wurde, fordert die Kraftfahrergewerkschaft (KFG) erneut und sehr eindringlich, die gesetzliche Pflicht zur Installierung von Bremsassistenten und Abstandwarnern. Für den bayerischen Landesvorsitzenden und stellvertretenden Bundesvorsitzenden der KFG, Franz Xaver Winklhofer, aus Freilassing wäre es dringend erforderlich, dass der Gesetzgeber auch eine Nachrüstung älterer Fahrzeuge vorschreibt. LKW aus dem Ausland dürfen in die Bundesrepublik Deutschland nur noch einreisen, wenn sie ebenfalls diese Abstandwarner und Bremsassistenten eingebaut haben.

Der Pressesprecher der KFG Franz Xaver Winklhofer, fordert sehr strenge Strafen für Fahrzeughalter, Werkstattmeister und auch Fahrer, die solche Sicherheitssysteme manipulieren oder ausschalten. Das gesetzlich zulässige Strafmaß muss von der Erlöschung der Zulassung, den Verlust der Konzession für den Firmeninhaber bis zu sehr hohen Geldstrafen für Mechaniker oder Fahrer reichen. Sollte die Polizei bei einem von einem LKW-Fahrer verursachten Verkehrsunfall feststellen, dass der Bremssicherheitsassistent vorsätzlich manipuliert oder gar ausgeschaltet wurde, kann sich Winklhofer auch Haftstrafen vorstellen.

Die Mitglieder des Bundesvorstandes und die zuständigen Landesvorsitzenden der Kraftfahrergewerkschaft (KFG) sind überzeugt, dass die in den LKW eingebauten Notfallassistenten und Abstandwarner viele Unfälle vermeiden der zumindest die Folgen deutlich reduzieren können. Hauptursachen sind vor allem Auffahrunfälle an Baustellen und Staus, meist verursacht durch unaufmerksame und übermüdete Fahrzeuglenker, so der Vizechef der KFG Franz Xaver Winklhofer weiter. Viele Tote, manches Leid in den Familien oder Unfallspätfolgen könnten vermieden werden, wenn in allen in- und ausländischen LKW diese Sicherheitssysteme installiert werden und ohne jede Ausnahme gesetzlich zur Pflicht werden.

Winklhofer begrüßt, dass ab 1. November 2015 der Einbau von den lebensrettenden Bremssystemen zur Norm geworden ist. Der bayerische Landesvorsitzende Franz Xaver Winklhofer wörtlich, „auf eine Nachrüstpflicht darf unter keinen Umständen verzichtet werden, denn wir dürfen nicht darauf warten, bis alle Altfahrzeuge durch moderne LKW ersetzt werden.“ Der Pressesprecher der KFG Winklhofer: „Der Gesetzgeber ist dringend aufgefordert, den Schutz des Lebens und die Gesundheit der Verkehrsteilnehmer wesentlich höher einzustufen, als die möglichen Einwände mancher Transportunternehmen und Wirtschaftsbosse, die eine Nachrüstung aller LKW für wirtschaftlich nicht vertretbar halten.“

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Gedruckt am 27.11.2020 20:52.