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Flughafen München: Gewerkschafter für 3. Startbahn Strebl, MdB: Tarifvielfalt muss bleiben

Mehr Ehrlichkeit und Offenheit in der Diskussion um den Bau einer dritten Start- und Landebahn am Flughafen München hat der Vorsitzende des Fachverbandes Flughäfen Bayern der GÖD, Bernhard Plath, gefordert. Der Flughafen sei der Job-Motor für die Region. Anlass für den Appell war die Tagung des Landesvorstandes des Christlichen Gewerkschaftsbundes Deutschlands – CGB -, Landesverband Bayern im Airbräu am Flughafen München. Nach der Begrüßung der Teilnehmer, unter anderem des Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden des CGB Deutschlands, Matthäus Strebl, sowie Vertretern aus den Schwestergewerkschaften wie CGM (Christliche Gewerkschaft Metall); DHV (DHV – Die Berufsgewerkschaft e.V.) sowie CGPT (Christliche Gewerkschaft Postservice u. Telekommunikation) durch den Landesvorsitzenden des CGB Bayern und der GÖD, Josef Nikl, folgte ein uneingeschränktes Bekenntnis zur 3. Bahn.

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Matthäus Strebl, MdB und Bundesvorsitzender des CGB - (r.) und Bernhard Plath, Vorsitzender des Fachverbandes Flughäfen Bayern der GÖD

Plath erinnerte daran, dass vor nunmehr zehn Jahren die Planungen für das „wichtigste Infrastrukturprojekt Bayerns“, so Ministerpräsident Horst Seehofer, begonnen hatten. Damals hatten die drei Gesellschafter - die Landeshauptstadt München, der Freistaat Bayern und der Bund – ihren Airport beauftragt, das Projekt 3. Bahn auf den Weg zu bringen. Der intensive Dialog mit den Bürgern sowie die extrem professionellen und umsichtigen Planungsarbeiten wurden von Plath besonders hervorgehoben. Plath verwies darauf, dass sich die GÖD, Landesverband Bayern, bereits im Jahr 2011 zur 3. Bahn positiv positioniert, dies jedoch mit Forderungen verbunden hatte. Dazu hatten die Einbindung der Bürger, notwendige Optimierungen im Bereich der Verkehrserschließung, Sicherung und Verbesserung der Löhne am Flughafen, eine signifikante Erfolgsbeteiligung und insbesondere die Bereitstellung bzw. die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum gehört. „Auch wenn man in einigen Punkten sicherlich noch nicht am Ziel angekommen ist, so macht die Flughafen München GmbH ihre Hausaufgaben sehr ordentlich“, so Plath. Alle anwesenden Funktionsträger, insbesondere MdB Matthäus Strebl, wurden gebeten, dass Vorhaben 3. Bahn zu unterstützen. Ein Scheitern dieses Projektes wäre ein „nicht wieder gut zu machender Fehler“, so Plath.

Unverständnis zeigte Plath über das Verhalten der übrigen am Airport vertretenen Gewerkschaften. „Es scheint so, dass man erst sehen möchte, welches Ergebnis am Ende steht, um sich dann hinzustellen und zu sagen, das habe man von Anfang an gewusst.“ Klare Aussagen, vor allem gegenüber der Belegschaft, seien bei den anderen Gewerkschaften leider immer öfters erst dann zu hören, wenn alles erledigt ist, kritisierte Plath. Matthäus Strebl, der im Bundestag dem Ausschuss für Arbeit und Soziales angehört, setzte sich energisch für den Erhalt der Gewerkschafts- und damit Tarifvielfalt ein. „Wir werden uns nicht damit abfinden, dass ausgerechnet die schwarz-rote Koalition ein Gesetz beschließt, das die Koalitionsfreiheit massiv einschränkt, eindeutig auf die Ausschaltung unabhängiger Spartengewerkschaften gerichtet und somit verfassungswidrig ist“, kündigte der Gewerkschaftsvorsitzende an. Sollten die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag so sein, dass der vorliegende Gesetzesentwurf verabschiedet wird, müssen einmal mehr die Karlsruher Verfassungsrichter die Bundespolitik korrigieren.

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Gedruckt am 26.09.2020 2:06.