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CGM: Sicherheit, Kaufkrafterhalt und zeitgemäße Arbeitsbedingungen stehen im Mittelpunkt der Tarifrunde 2026
Die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) hat aus ihrer Beschäftigtenumfrage zur Tarifrunde 2026 in der Metall- und Elektroindustrie eine klare tarifpolitische Linie abgeleitet. Im Mittelpunkt stehen die Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten, der Erhalt der Kaufkraft, faire Lastenverteilung, sowie verbesserte Regelungen zu mobiler Arbeit, Altersvorsorge und beruflicher Entwicklung.
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen: Die Beschäftigten erwarten in der anstehenden Tarifrunde keine Symbolpolitik, sondern einen verantwortungsvollen Abschluss, der wirtschaftliche Realität und soziale Verantwortung miteinander verbindet. Weit über zwei Drittel der Befragten bewerten die Auslastung in ihrem Betrieb oder an ihrem Arbeitsplatz als gut oder sehr gut. Zugleich zeigen die Rückmeldungen deutlich, dass die Sorgen um Arbeitsplätze, Standorte, Kaufkraft und steigende Belastungen zunehmen. Die CGM fordert daher: „Finger weg von der 35-Stunden-Woche!“
Die CGM fasst ihre tarifpolitischen Positionen für die M+E-Tarifrunde 2026 in vier Kernpunkten zusammen:
• Arbeitsplätze und Standorte in Deutschland sichern und durch Investitionen stärken
• Kaufkraft durch 7 Prozent mehr Entgelt in den nächsten 24 Monaten erhalten
• 35-Stunden-Woche beibehalten
• Arbeitsbedingungen, Altersvorsorge und Perspektiven verbessern
Fast die Hälfte der Beschäftigten räumt dem Thema Arbeitsplatzabsicherung die höchste Priorität ein. Die CGM fordert daher von den Arbeitgebern von Betriebsverlagerungen ins europäische- und nichteuropäische Ausland Abstand zu nehmen und die Arbeitsplätze und Standorte in Deutschland zu garantieren, sowie nachhaltig in deren Zukunft zu investieren. Beschäftigungs- und Standortsicherung müssen ein zentraler Bestandteil der Tarifrunde 2026 sein: „Wer den deutschen Markt beliefert, muss auch in Deutschland produzieren!“
Die CGM fordert eine effektive Entgelterhöhung von 7 % bei einer Laufzeit von zwei Jahren. Viele Beschäftigte berichten von spürbaren Reallohnverlusten infolge gestiegener Lebenshaltungskosten. Diese Forderung entspricht dem Stimmungsbild der Umfrage: Die große Mehrheit der Befragten hält eine Tariferhöhung in dieser Größenordnung für gerechtfertigt.
Einschnitte in tarifliche Besitzstände darf es aus Sicht der CGM nur geben, wenn sie befristet, zweckgebunden und mit konkreten Gegenleistungen hinterlegt sind. Vor allem müssen Management und Führungsebenen sichtbar einbezogen werden. „Es darf keinen Verzicht nur für Tarifbeschäftigte geben, während Vergütungen des Managements, dessen Boni und Sonderleistungen unangetastet bleiben“, so die Große Tarifkommission der CGM.
Aus Sicht der CGM ist eine freiwillige Kapitalbeteiligung der Beschäftigten an den Unternehmen wünschenswert und angebracht. Hierdurch würde die Kapitaleignerbasis der Betriebe verbreitert, die Altersvorsorge gestärkt und die Liquidität der Unternehmen geschont. Dies ist eine langjährige Forderung der CGM.
Die CGM fordert substanzielle Verbesserungen und einen verlässlichen tariflichen Rahmen für mobile Arbeit. Über 70 Prozent der Befragten wollen die Möglichkeit mobilen Arbeitens mindestens beibehalten oder ausbauen. Für viele Beschäftigte ist Mobilarbeit inzwischen ein fester Bestandteil der Lebensplanung.
Die CGM fordert die Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge, sowie verlässliche Regelungen für einen fairen Übergang in den Ruhestand. Mehr als 80 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, die betriebliche Altersvorsorge mindestens zu erhalten oder weiterzuentwickeln. Auch die Altersteilzeit bleibt für viele Beschäftigte ein wichtiges Thema, weshalb die CGM fordert, hier stärker auf deren Bedürfnisse einzugehen.
Auch künftig muss die M+E-Industrie als qualifizierter Ausbilder fungieren. Hierzu ist es nötig, auch die Ausbildungsvergütungen adäquat zu erhöhen. Die Ausbildung wird deutlich attraktiver, wenn beispielsweise Führerscheinunterstützung oder Wohnraumzuschüsse zur Verfügung gestellt werden.
„Unsere Tarifforderung folgt dem Auftrag der Beschäftigten: Sicherheit vor Symbolpolitik, Fairness statt einseitiger Belastung, Kaufkrafterhalt statt Reallohnverlust und eine zeitgemäße Arbeitswelt, die zur Lebenswirklichkeit der Menschen passt. Dafür geht die CGM in die Tarifrunde 2026“, erklärt die Große Tarifkommission der Christlichen Gewerkschaft Metall abschließend.
Gedruckt am 02.10.2026 0:09.