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KFG Deutschen Verkehrsgerichtstag in Goslar

Sollte man Senioren mit 75 Jahren den Führerschein abnehmen? Oder soll es eine Pflichtuntersuchung oder andere Auflagen für ältere Kraftfahrer geben?

Zu diesem brisanten Thema hat Willy Schnieders aus Emstek, Bundesvorsitzender der Kraftfahrergewerkschaft (KFG), beim Deutschen Verkehrsgerichtstag Ende Januar in Goslar Stellung bezogen. „Wir von der Kraftfahrergewerkschaft sind der Meinung, dass eine Altersgrenze eine Diskriminierung im Fahrerlaubnisrecht darstellt!“ Die Kraftfahrergewerkschaft belässt es aber nicht bei ihrer Kritik an solchen Ideen, sondern hat eine Empfehlung ausgearbeitet: Eine medizinische und augenärztliche Untersuchung für alle, wie der Experte Schnieders betont. Also für Führerscheininhaber kleiner Klassen genauso wie für Lkw- und Busfahrer - um hier Gerechtigkeit zu schaffen. „Zudem würden wir es begrüßen, wenn man Schlafapnoe in das Untersuchungsprogramm aufnehmen würde.“

Beim Deutschen Verkehrsgerichtstag standen viele weitere Themen im Mittelpunkt, darunter das Fahrverbot als Nebenstrafe, Unfallursache Smartphone, Senioren im Straßenverkehr, Sicherheit des Radverkehrs, medizinische Begutachtung von Unfallopfern, Abgaskrise – Konsequenzen für Verbraucherschutz und Hersteller und die Rolle der Polizei bei der Verkehrsüberwachung.

In acht Arbeitskreisen haben sich mehr als 1.700 Experten aus Politik, der Justiz, Fachanwälte, Arbeitsrechtler, Mediziner, Psychologen und Verbandsvertreter damit beschäftigt. Willy Schnieders appellierte anlässlich des Verkehrsgerichtstages an alle Verkehrsteilnehmer: „Nur wenn sich jeder verantwortungsbewusst verhält, kann man das Ziel erreichen, die Zahl der Verkehrstoten, um weitere 40 Prozent zu senken.“

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Gedruckt am 26.06.2019 16:01.