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Gewerkschaft Transport & Logistik fordert: Deutliche Steuersenkung auf Diesel sofort!

Das Blut einer gesunden funktionierenden Wirtschaft ist zu einem nicht unwesentlichen Teil der Energiepreis. Und beim Transport von Gütern oder im Personentransport immer der Dieselpreis. Wer das nicht verstehen will oder kann, verkennt die desaströsen Auswirkungen, die es dann zur Folge haben kann, wenn diese s nicht erkannt wird. Seit Jahren beklagen die Speditionsbetriebe und Logistikunternehmen völlig zu Recht, dass sie, und somit auch wir als beteiligte Arbeitnehmer*innen, gegenüber den Mitbewerbern aus den europäischen Nachbarländern zu den dort erheblich niedrigeren Kosten, wie etwa KFZ Steuern, nur noch sehr schwer am Transportmarkt bestehen können.

Und nun kommt, geradezu tragisch, aktuell der desaströse, völlig überhöhte Dieselpreis hinzu, der den Spediteuren, aber auch dem normalen Verbraucher, aus unserer Sicht zu Unrecht abverlangt wird! Hier bedarf es eines Markteingriffs um auch Spekulationen zu verhindern. Der Dieselpreis ist der „Brotpreis“ eines jeden Landes das sich noch „Industrieland“ nennen will. Es gibt weder für uns Fahrer noch für unsere Arbeitgeber einen nachvollziehbaren und verständlichen Grund, warum nicht hier bei uns der Steuersatz auf diese Produkte gesenkt wird, wie etwa in Polen!

Unter 1,20 € kostet der Liter dort! Wie das möglich ist? Ganz einfach, die dortigen Entscheider haben die Steuern massiv gesenkt zu Gunsten der Bevölkerung und der Unternehmen. Daran müssen sich auch die hiesigen Entscheider messen lassen! Wir als Fahrpersonal arbeiten nicht alle zu festgelegten Arbeitszeiten! Wir kennen nur den 24 Stunden Tag an dem wir eingesetzt werden können. Es gibt keinen ÖPNV der unser Fahrpersonal zu den Firmenstandorten fährt! Wir müssen mit unseren PKWs, ob in Sachsen Anhalt, Bayern, Thüringen, Hessen oder Niedersachsen anreisen. Das können dann schon 100 km am Tag sein mit hin und zurück! Hier ist die Zumutbarkeitsgrenze für uns Arbeitnehmer*innen überschritten!

Und wie sieht es bei uns aus? Die hiesigen Familienunternehmen und deren Fahrer können unter diesen Voraussetzungen nicht am Markt bestehen. EinWirtschaftsstudium benötigt man eigentlich nicht, um diesen Fakt zu erkennen. Dazu ein zusätzlicher Hinweis: Man sollte unbedingt den Markt und die Preise für das Adblue auch in Betracht ziehen, denn einige Unternehmen produzieren diesen nur noch bedingt wegen der zu hohen Energiepreise hier im Land.

Sollte es zu keinen erkennbaren soliden und zukunftssicheren Maßnahmen kommen, besteht die reale Gefahr, dass weitere Transportunternehmen in die östlichen Nachbarländer abwandern, zusammen mit unseren Arbeitsplätzen, wie es schon in der Vergangenheit geschehen ist.  Für viele hiesige Speditionsbetriebe und Logistikunternehmen ist es fünf vor zwölf. Wenn die LKW nicht mehr fahren, bleiben Supermarktregalebleiben Supermarktregale leer, Tankstellen und Apotheken können nicht mehr beliefert werden.beliefert werden. Der Versorgungskollaps droht –– nicht weit weg, sondern hierzulande!

Angesichts der desaströsen Situation ist die Bundesregierung aufgerufen, dringend zu handeln! Wir erwarten einen Dieselpreis der unserer Branche das Überleben sichert! Runde Tische für alles aber nicht zu diesem Thema?

Als Fachgewerkschaft muss das Augenmerk auch auf einen weiteren wichtigen Punkt gerichtet werden. Das sind auch die exorbitanten Strompreise die hier für unsere Kühlhäuser und Werkstätten abverlangt werden! Auch das schlägt sich negativ im Wettbewerb gegenüber unseren Mitbewerbern aus den Nachbarländern zu Buche.

Wir erwarten daher eine deutliche Steuersenkung und das sehr schnell! Wir bieten den Mitstreitern alle Unterstützung an, um unseren gemeinsamen Interessen den notwendigen Nachdruck zu verleihen!

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Gedruckt am 25.09.2022 14:25.