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50 Jahre Christlicher Gewerkschaftsbund (CGB)

Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU), Bundeswirtschaftsminister a. D. Michael Glos, MdB, der Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales im Deutschen Bundestag, Gerald Weiß, MdB, der arbeits-, sozial- und familienpolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Max Straubinger, MdB sowie weitere Vertreter aus Politik und Wirtschaft waren Gratulanten, als der Christliche Gewerkschaftsbund Deutschlands in dieser Woche sein 50. jähriges Bestehen seit Wiedergründung nach der Zerschlagung durch das NS-Regime feiern konnte.

In seiner Begrüßungsansprache verwies der CGB-Bundesvorsitzende Matthäus Strebl, MdB, auf die sich ständig verändernden Rahmenbedingungen, in den Gewerkschaften tätig sind. Strebl: „In der modernen Arbeitswelt liegen die Aufgaben von Gewerkschaften daher keinesfalls in einem überholten Klassenkampfdenken. Gewerkschaftsarbeit darf niemals die Ideologie in den Vordergrund stellen, sondern hat die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu vertreten. Dafür wird sich der CGB einsetzen.“

Als Zeitzeuge erinnerte der frühere CGB-Generalsekretär Dr. Bernhard Koch über die Unwägbarkeiten der Arbeit des Christlichen Gewerkschaftsbundes in der Nachkriegszeit. Umso erfreulicher sei es, dass der CGB herausragende Erfolge sowohl in der Bundesrepublik Deutschland als auch auf internationaler Ebene erzielen konnte.

Der stellvertretende CGB-Bundesvorsitzende Jörg Hebsacker ging in seiner Rede auf die aktuellen Schwerpunkte der Gewerkschaftsarbeit ein.

In seiner Festrede wies der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) auf die Unentbehrlichkeit des Gewerkschaftspluralismus hin: „Das Selbstverständnis einer Demokratie ist die Akzeptanz der Vielfalt. Aus diesem Grunde verbietet sich die Bildung einer Einheitsgewerkschaft.“ Er forderte insbesondere den DGB auf, die Vertretung der Arbeitnehmerinteressen ernst zu nehmen und auf den CGB zuzugehen.

Peter Müller gab aber auch zu bedenken, dass der Gewerkschaftspluralismus nicht zu einer Zersplitterung der Interessenvertretungen werden darf. Es dürften die Interessen einzelner Berufsgruppen nicht der Wahrung des Gesamtinteresses zum Opfer fallen. Mit Blick auf die Wirtschafts- und Finanzkrise machte der saarländische Ministerpräsident auf die Misserfolge des reinen Kapital- oder Marktdenkens aufmerksam: „Die einzige Antwort auf die Krise kann nur die soziale Markwirtschaft sein. Basierend auf der christlichen Soziallehre muss sich der Markt am Menschen orientieren und nicht umgekehrt.“

Zum Abschluss der Festveranstaltung wurde dem ehemaligen CGB- Bundesvorsitzenden Wolfgang Jaeger die Franz Wieber Medaille, eine der höchsten Auszeichnungen der Christlichen Gewerkschaften, für seine herausragenden Leistungen durch Matthäus Strebl verliehen.

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Gedruckt am 23.06.2017 2:06.